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Warmth Unlimited Natural 600, 700 cuin

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Produktinformationen "Warmth Unlimited Natural 600, 700 cuin"

Warmth Unlimited Natural 600, 700 cuin

Ein sehr leichter, vielseitiger und komfortabler Schlafsack.

  • Die Aussenhülle ist weiter geschnitten als die Innenhülle (differential cut) um die Daunenfüllung bei Bewegung nicht zu komprimieren. Die Kapuze weist einen anatomischen Schnitt auf und ist zusätzlich mit einem Kältewulst versehen.
  • Die konische Mumienform sorgt für maximale Wärme und bietet trotzdem genügend Platz an der Hüfte und den Schultern um bequem liegen zu können.
  • Der Wärmekragen ist grosszügig bemessen und sorgt für eine effiziente Isolierung im Hals- und Nackenbereich.
  • Abdeckleisten erstrecken sich über die gesamte Länge des Reissverschlusses und sorgen hier für effektive Isolation. 
  • Sie sind wahlweise mit Micro Nylon Aussenbezug oder in einer Micro Dry Version erhältlich. Micro Dry ist wasserdicht mit einer Wassersäule von 5000mm, ideal wenn mit hoher Luftfeuchtigkeit zu rechnen ist.

Allgemeine Infos zu Schlafsäcken

Was soll ein Schlafsack können, wozu braucht man überhaupt einen Schlafsack?
Ein Schlafsack dient (genauso wie eine Bettdecke) dazu, den Körper gegen kältere Umgebungsluft zu isolieren und ein angenehmes Schlafklima zu gewährleisten. Er wärmt also nicht (das macht unser Körper) sondern kann nur isolieren. Es gibt keinen Schlafsack der dabei für alle Umgebungsbedingungen gleichermaßen geeignet ist,
Schlafsäcke haben einen nutzbaren Einsatzbereich von etwa 20 Grad. Das heißt, ein Winterschlafsack der für -20 Grad ausgelegt ist wird ab 0 Grad und wärmer zu warm sein. Ein Sommer/Herbst Schlafsack ist dagegen im Winter völlig ungeeignet. Wärmeverlust findet über die vom Körper an die Luft im Schlafsack abgegebene Wärme statt. Die erwärmte Luft entweicht da ein Schlafsack nie vollständig abgedichtet ist. Wärme wird zudem über die Luft an das Innengewebe und die Füllung abgegeben. Der Körper muss also ständig „nachheizen“ was Energie kostet. Auch über die Atmung verliert der Körper Wärme. Unabhängig davon hängt das Wohlbefinden sehr stark vom Benutzer und seiner körperlichen Verfassung ab. Ausgeruht und nach einer warmen Mahlzeit friert man deutlich weniger als wenn man nach einem anstrengenden Wandertag müde und hungrig ist. So ist es zu erklären dass man an einem Tag wunderbar schläft und am nächsten Tag fröstelt bei ansonsten gleichen Bedingungen. Hinzu kommt dass das Kälteempfinden von Person zu Person stark variiert. Und ganz allgemein gilt dass Frauen etwas kälteempfindlicher sind als Männer. Dem trägt auch die neue EU-Schlafsacknorm mit getrennten Werten für Männer und Frauen Rechnung. Damit hat man einen groben Anhaltswert für den Schlafsackvergleich bzw. die Schlafsackauswahl.
Dabei sollte man sich unbedingt an der Komfort-Temperatur orientieren, die Extremtemperatur sagt nur aus dass man dabei eine Nacht ohne Erfrierungen übersteht. Angenehmen oder gar erholsamen Schlaf kann man da nicht mehr erwarten. Wer sehr kälteempfindlich ist wählt besser einen wärmeren Schlafsack als für die zu erwartenden Einsatzbedingungen notwendig. Mit dickerer Schlafbekleidung/Inlet kann man aber auch noch etwas zusätzlich an Isolation
gewinnen. Schlafsäcke gibt es wie alle Ausrüstungsgegenstände von low-cost bis high-end. Die Preise hängen ganz wesentlich von der Füllungsqualität und den verwendeten Materialien ab. Diese wiederum bestimmen das Gewicht und die Haltbarkeit. Auch hier gilt: Wer billig kauft, kauft doppelt. Teure Schlafsäcke, insbesondere mit hochwertiger Daunenfüllung, halten bei pfleglicher Behandlung 10-15 Jahre. Ein ganz billiger Kunstfaserschlafsack kann schon nach kurzer Zeit verschlissen sein bzw. seine Isolation verloren haben. Umgekehrt ist es aber wenig sinnvoll für gelegentlichen Einsatz auf Wochenendtouren im Sommer einen sündteuren Schlafsack zu kaufen.
Für regelmäßigen Einsatz bei anspruchsvollen Unternehmungen zahlt sich dagegen auf Dauer eine hochwertige Ausrüstung immer aus. “Kunstfaser ist viel unempfindlicher als Daune und isoliert auch noch wenn sie nass ist.”
So oder so ähnlich wird häufig argumentiert. Dabei wird aber verschwiegen dass jedes Material Vor- und Nachteile hat. Bei obiger Argumentation werden alle Nachteile der Kunstfaserfüllung aber außer Acht gelassen.

 

Daher zunächst eine kleine Richtigstellung:
Daunen isolieren durch Luftbindung in den feinen Verästelungen der Daune.
Gleichzeitig kann Daune Wasser aufnehmen und natürlich auch wieder abgeben. Genau das tut sie auch. Sie wirkt dadurch feuchtigkeitsregulierend und sorgt somit für ein angenehmes Schlafklima.

  • Der Feuchtigkeitsaufnahme sind allerdings Grenzen gesetzt.
  • Etwa 11% ihres Gewichtes kann als Feuchtigkeit aufgenommen werden.
  • Wird Daune komplett nass, verklumpt sie und braucht lange zum Trocknen.
  • Die Isolation ist in diesem Zustand dann logischerweise Null.
  • Kunstfaser isoliert durch die in und zwischen den synthetischen Hohlfasern vorhandene Luft. Das ist wesentlich weniger als Daune an Luft binden kann. Deshalb ist sie isolationsmäßig prinzipiell der Daune unterlegen, auch wenn es im Laufe der Jahre enorme Weiterentwicklungen gegeben hat.
  • Aber natürlich kondensiert Wasserdampf auch in einem Kunstfaser-Schlafsack.
  • Kondensation ist unabhängig vom Füllmaterial, hauptsächlich abhängig vom Taupunkt.
  • Der Taupunkt liegt aber in den meisten Fällen innerhalb der Isolationsschicht, je kälter es ist umso eher, er verschiebt sich dabei nach innen.

Beispiel:
Bei 25 Grad und 75% rel. Feuchte innen im Schlafsack liegt der Taupunkt bei 18 Grad.
Ist es außen deutlich unter 18 Grad dann liegt der Taupunkt irgendwo im Schlafsack und wandert immer weiter nach innen je kälter es draußen ist.
Was dabei zunimmt ist der Wärmeverlust durch die Feuchtigkeit auf/zwischen den Fasern.
Nur ist der Wärmeverlust nicht so groß wie bei Daune.
Daune nimmt die Feuchtigkeit auf und damit fallen die Daunen zunehmend zusammen, die isolierende Luftschicht wird kleiner.
Bei Kunstfasern bleibt dagegen die isolierende Luftschicht in der Faser selbst erhalten, die Feuchtigkeit schlägt sich dafür außen zwischen den Fasern nieder.
Insofern bleibt bei sehr nassem Kunstfaser-Schlafsack etwas mehr Isolation als bei gleich nassen Daunen. Die Trocknungszeit ist zudem wesentlich kürzer.
Im Winter dagegen, und das ist die eigentliche Domäne guter Daunenschlafsäcke, hat man bei beiden Füllungsmaterialien prinzipiell das gleiche Problem:
Trocknung morgens bzw. Verhinderung von Feuchtigkeit von innen.
Deshalb braucht man dann bei beiden! Füllungen einen VBL.
(VBL=Vapor Barrier Liner, eine dampfundurchlässige Hülle ähnlich einem Biwaksack)
Sonst kumuliert bei nicht vorhandenen Trocknungsmöglichkeiten die Wasseraufnahme bis zur Sättigungsgrenze. Und zwar in beiden Füllungen.
Mit anderen Worten:
Die nachts abgegebene Feuchtigkeit befindet sich ohne VBL morgens bei beiden Füllungen innerhalb der Füllung. Und wenn sie da nicht durch Lüften rauskommt kummuliert sie und die Isofähigkeit nimmt kontinuierlich ab.
Dann ist es im Winter ziemlich unerheblich ob ein Kunstfaser-Schlafsack zum Schluss noch etwas mehr Isolaton aufweist.
Bei -40 Grad nutzt es wenig wenn dann noch Isolation bis 0 Grad übrig bleibt.
Was auch häufig übersehen wird ist dass das Schlafklima in einem Daunenschlafsack völlig anders ist als in einem Kunstfaser-Schlafsack.
Der Hauptgrund liegt darin dass Daune durch Feuchtigkeitsaufnahme bzw. Abgabe regulierend wirkt. Für ein angenehmes Schlafklima ist die Luftfeuchtigkeit neben der Temperatur entscheidend. In Kunstfaserfüllungen dagegen herrscht ein sehr trockenes Schlafklima. Das versucht der Körper auszugleichen indem er mehr Feuchtigkeit produziert und so den
notwendigen Feuchtigkeitsfilm der Haut aufrecht erhält.
Empfindliche Menschen sind daher mit Daune besser beraten.
Bei sehr tiefen Temperaturen kann Daune vor Allem ihre anderen Vorteile voll ausspielen:
Kompressionsfähigkeit und Gewicht.
Ein Spitzen-Daunenschlafsack für etwa -40 Grad wiegt um die 2.2. Kilo.
Ein vergleichbarer Kunstfaser-Schlafsack etwa 3.8 Kilo.
Wenn also Gewicht, Packmass und Langlebigkeit sowie das Schlafklima wichtig sind führt kein Weg an guter Daune vorbei.
Bei Winterschlafsäcken für Temperaturen bis unter -40 Grad gibt es dazu ohnehin keine Alternative.
Wenn Gewicht, Packmass, Langlebigkeit und Schlafklima keine große Rolle spielen und der Preis ausschlaggebend ist dann nimmt man Kunstfaser.
Der Schlafsack ist, neben dem Zelt, das Ausrüstungsteil in dem man einen Großteil seiner Zeit
auf einer Tour verbringt. Er entscheidet ganz wesentlich darüber ob eine Tour Spass macht oder zur Quälerei wird. Gerade deshalb sollte man hier nicht an der falschen Stelle sparen.
Die bequemsten Schuhe, das komfortabelste Zelt und der leichteste Rucksack nutzen wenig wenn man ohne erholsamen Schlaf auskommen muss.

Konstruktionsmerkmale von Schlafsäcken

Man unterscheidet Schlafsäcke zunächst nach der äußeren Form, Deckenschlafsack, Mumienform, Ei-Form etc.
Für Schlafsäcke die deutlich unter 5 Grad eingesetzt werden kommen ausschließlich mehr oder weniger stark konstruierte Mumienschlafsäcke in Frage.
Je besser dabei die Schlafsackform der Körperform angepasst ist umso geringer ist der Luftraum der vom Körper erwärmt werden muss.
Bei Kunstfaserfüllungen wird überwiegend mit einer Lagen- oder Schindeltechnik gearbeitet. Bei der Lagentechnik liegen mehrere Lagen des Füllungsmaterials übereinander.
Bei der Schindeltechnik werden schmale Bahnen dachschindelartig versetzt übereinander angeordnet.
Bei Daunenschlafsäcken gibt es mehrere Techniken.
Ganz einfache Deckenschlafsäcke werden wie eine Bettdecke durchgesteppt. Dabei entstehen natürlich große Kältebrücken an den Nähten. Das ist bestenfalls bei einem reinen Sommerschlafsack akzeptabel.
Bei Mumienschlafsäcken bzw. solchen für tiefere Temperaturen verwendet man H-Kammern, V-Kammer, Trapezkammern oder doppelte versetzte H-Kammern.
Hier werden die Daunen in Kammern verfüllt um ein Verrutschen der losen Füllung zu unterbinden. Je nach Kammerart braucht man dabei mehr oder weniger Kammermaterial, das wirkt sich u.a. auf das Gewicht aus.

H-Kammer:

Im Prinzip eine Rechteckkammer die wie ein seitlich liegendes H aussieht.
Einfach in der Herstellung, aber mit der Gefahr der Daunenverschiebung bei großen Kammern.
Das macht man sich aber bei Sommerschlafsäcken zunutze um die Daunenmenge wischen Ober-und
Unterseite je nach Außentemperatur zu verschieben. Das erhöht die Einsatzbandbreite.

V-Kammer:

Die Kammern haben V-Form, immer abwechselnd einmal die Spitze oben, einmal unten.
Die Daunen können nicht so leicht verrutschen, man braucht aber mehr Kammermaterial.
Deshalb verwendet man für die Kammerwände besonders leichtes Mesh-Gewebe.

Trapezkammer/Schrägkammer:

Das ist eine Abwandlung der V-Kammerkonstruktion, im Prinzip schräg liegende überlappende Kammern, kältebrückenfrei.

Doppelte H-Kammer:

Hier werden 2 H-Kammerlagen versetzt übereinander verwendet.
Eine absolut kältebrückenfreie Konstruktion bei der die Daunen auch nicht verrutschen da beide Kammerlagen relativ klein ausfallen. Dafür ist das Gewicht entsprechend höher.
Man findet diese Konstruktion nur bei Daunenschlafsäcken für extreme Temperaturbereiche.

Außenstoffe

Besonders Winterschlafsäcke werden häufig mit wasserdichten Membran-Außenhüllen ausgestattet.
Der Grund dafür ist sehr einfach. Im Winter hat man sehr oft mit Kondensation im Zelt zu tun, gleichzeitig sind die Lüftungs- und Trockenmöglichkeiten begrenzt. Deshalb verwendet man wasserdichte Außenhüllen (bis auf die Nähte die nicht abgeklebt werden) um den Schlafsack vor Kondensfeuchte von außen zu schützen.
Winterschlafsäcke sind sehr voluminös, da hat man oft die Situation dass das Fuß- oder Kopfteil
am Innenzelt anliegt. Genau dort findet dann zuerst Kondensation statt.
Auch beim Einsatz im Frühjahr oder Spätherbst hat man häufig Kondensationsprobleme.
Bei reinen Sommerschlafsäcken dagegen ist es nicht so entscheidend, da bestehen normalerweiseausreichend Trockenmöglichkeiten.

Schlafsackauswahl

Ein Schlafsack muss passen, probeliegen ist also unbedingt notwendig. Nur so kann man herausfinden ob man sich darin wohlfühlt und die Bedienung einfach ist.
Die Bedienung von Reißverschluss und Kordelzügen sollte man, im Schlafsack liegend, ausprobieren.
Dann spielt natürlich die bevorzugte Schlafhaltung eine Rolle. Wer immer mit abgewinkelten Beinen schläft wird sich in einem eng geschnittenen Schlafsack nicht wohlfühlen.
Dabei muss man aber bedenken dass man umso mehr Luft aufheizen muss je weiter der Schlafsack geschnitten ist. In diesem Falle wählt man dann einen wärmeren Schlafsack.
Unabhängig davon spielt natürlich der Einsatzbereich eine entscheidende Rolle, sowohl was die Isolation angeht als auch insbesondere Ausstattungsdetails wie Wärmekragen, Abdeckleisten, Konturkapuze usw.
Diese Merkmale sind umso wichtiger je kälter der Einsatzbereich ist.
Bei Temperaturen im einstelligen Bereich spielen sie noch keine so große Rolle, bei Schlafsäcken für Herbst/Wintereinsatz dafür umso mehr.
Winterschlafsäcke sind sehr voluminös, da hat man oft die Situation dass das Fuß- oder Kopfteil am Innenzelt anliegt. Genau dort findet dann zuerst Kondensation statt.
Auch beim Einsatz im Frühjahr oder Spätherbst hat man häufig Kondensationsprobleme.
Bei reinen Sommerschlafsäcken dagegen ist es nicht so entscheidend, da bestehen normalerweiseausreichend Trockenmöglichkeiten.

Inlets/VBL:

Ein Durchschnittsmensch schwitzt ca. 0.2-0.5 l Wasser pro Nacht aus, im Normalzustand, also ohne Fieber. Ein Baumwoll-Inlett ändert an dem Feuchte-Problem wenig bis gar nichts. Wenn man Feuchtigkeit fernhalten will, bleibt nur ein Vapour Barier Liner (VBL). Und das macht nur
im Winter Sinn, wenn der Schlafsack nur unzureichend getrocknet oder gelüftet werden kann, dann liegt man “im eigenen Saft”, was nicht jedermanns Geschmack ist.
Ganz so schlimm ist es aber auch wieder nicht, man schläft ja nicht nackt, die abgegebene Feuchtigkeit wird von der Kleidung aufgenommen.
Die Unterwäsche wird dabei weniger klamm als nach einem anstrengenden Marsch.
Ein Inlett als Schmutz-Schutz / Zusatz-Isolation ja, wobei Verschmutzung nennenswert normalerweise nur da stattfindet wo nackte Haut (mit ihrem Fettfilm) direkten Kontakt mit dem Schlafsack hat, im Kopfbereich sind es die Haare.
Verdächtig schmutzgefährdet ist deshalb der Kapuzenbereich, dafür ist das normale Seiden-Inlett mit Kapuze! sinnvoll.
Dauerhaft geschädigt wird Daune nicht durch reine Feuchtigkeit (sofern der Schlafsack immer wieder trocken wird), sondern durch Salze und Fette im Schweiß, die die Daunenhärchen mit der Zeit (einige Jahre) verklumpen lassen.
Bei Kunstfasern tritt hauptsächlich eine Schädigung durch “plattliegen” der Füllung ein sowie durch Kompression im Packsack, die Elastizität ist eben nicht mit Daune vergleichbar.
Auch ein dünnes Baumwoll-Inlett leitet Schweiß durch Verdunstung weiter und speichert ihn nicht etwa. Die Energie dafür liefert der Körper. .
Auch in einem Kunstfaser Schlafsack braucht man bei tiefen Temperaturen und wenig Möglichkeiten zum Trocknen einen VBL, zumindest bei längeren Touren.
Eine kurze Wochenendtour übersteht jeder Schlafsack ohne VBL und ohne Isolationsverlust.

Schlafsackpflege:

Am Wichtigsten ist, den Schlafsack locker und luftig zu lagern – also entweder frei hängend oder in einem weiten Aufbewahrungsbeutel. Keinesfalls darf er im Kompressionsbeutel bleiben oder im Schlafsackfach des Rucksacks. Unterwegs sollte man den Schlafsack so oft wie möglich aufschütteln, trocknen und lüften. Vor allem bei Daunenschlafsäcken ist das wichtig. Auch sollte man den Schlafsack in den Packsack stopfen und nicht zusammenrollen.
Bei wasserdichten Außenhüllen sollte man ihn wenden, sonst geht die Luft kaum raus. Waschen sollte man einen Schlafsack möglichst selten. Dazu gibt es spezielle Daunenwaschmittel (auch für Kunstfaserschlafsäcke).
Wegen des großen Volumens und der komplizierten Trocknung bringt man den Schlafsack besser in einen öffentlichen Waschsalon mit genügend großen Maschinen und Trockenmöglichkeiten.
Keinesfalls aber in die chemische Reinigung. Bei Schweißaufnahme und Abgabe der Feuchtigkeit an die Außenluft bleibt ein kleiner Teil Schweiß-Salze und Fette in der Daune. Dadurch wickeln sich mit der Zeit die feinen Daunen-Härchen um den Kern. Ein Inlett verzögert diesen Prozess etwas, kann aber die Beschädigung der Daune (Abbrechen kleiner Verästelungen) natürlich auch nicht verhindern. Das ist neben Verschmutzung der zweite Gebrauchs-Effekt.

Bei hochwertiger Daune dauert das so 6-8 Jahre bei täglicher Benutzung einer Daunendecke, beim Schlafsack eher länger.
Daunendecken werden in einer Daunen-Reinigungsmaschine gewaschen.
Dabei wird das Füllgut durch Gummischlägel herumgewirbelt, unbrauchbare und abgebrochene Teile werden abgesaugt.
Danach wird das Material mit Heiß-Dampf ca.5 Minuten lang besprüht um Schweißreste auszuwaschen.
Anschließend wird bei 120 Grad getrocknet und zum Schluss mit UV-Licht antistatisch behandelt, da das Federkeratin durch Ionisation aufgeladen wurde.
Bei vielen Schlafsäcken ist dieses Verfahren allerdings kaum anwendbar, man müsste dazu den Schlafsack komplett öffnen/entleeren.

Gerade bei wirklich gut konstruierten Schlafsäcken geht genau das nicht:
Hier lässt man nämlich lediglich bei jedem Zwischensteg eine kleine Öffnung zur nächsten Kammer. Dadurch kann man von einer einzigen Stelle(Naht) aus in sämtliche Kammern mit einer Füll-Sonde gelangen und ganz gezielt ohne großen Aufwand (nach)füllen.

Winterschlafsäcke für extreme Bedingungen

Bei Herbst/Winterschlafsäcken sollte man sich die Konstruktion genau ansehen.
Die wichtigsten konstruktiven Bereiche sind dabei:
1.Fussbereich
2.Reissverschluss/Abdeckung
3.Wärmekragen-Auslegung
4.Kopfbereich/Kapuze
5.Schulter-Kopf-Übergang
6.Schlafsack-Querschnitt

1.Fußbereich

Hier kommt es auf 2 Dinge an.
Zunächst sollte der Fußbereich sehr gut isoliert sein da die Füße die am weitesten vom Körper entfernten Gliedmaßen sind und dementsprechend am stärksten gefährdet bei grimmiger Kälte.
Wichtig ist also eine gute, kräftige Füllung, die man am ehesten durch einen Aufbau mit entsprechend vielen Kammern erreicht.
Bei einem Winterschlafsack für etwa -20 bis -30 Grad sollten das schon 10-15 cm sein.

2.Reissverschluss/Abdeckung

Ideal ist natürlich ein Schlafsack ohne Reißverschluss.
Dann hat man kein Problem mit Kältebrücken oder Abdeckung.
Dafür allerdings eins mit dem Einstieg:-)
Also …das Problem hier ist der Zip als solcher, da er ja erst mal eine Öffnung darstellt die es zu isolieren gilt. Ist der Reißverschluss boden-nah angebracht dann hat man bereits einen gewissen Schutz von außen.

A. Einseitige Abdeckung
Hier gibt es nur eine Abdeckleiste, oben oder unten. Diese ist in vielen Fällen als Schlauch ausgeführt mit zum Teil nur einer Befestigungsnaht. Für einen Sommer/Herbstschlafsack ist das ausreichend.

B. D-förmige Abdeckleisten.
Besser und eigentlich technisch sehr leicht zu lösen, wenn auch aufwendig in der Herstellung, Da haben die Abdeckleisten die Form eines quer liegenden D.
Damit hat man keine Kältebrücken und die Abdeckung bleibt da wo sie sein soll.

Übergang im Kopfbereich.
Der Zip sollte so zur Kapuze hin geführt sein dass er möglichst spannungsfrei endet, und dabei logischerweise selbstblockierend ist.

3. Wärmekragen-Auslegung

Im Übergangsbereich zwischen Schultern und Hals ist zwangsläufig ein großer Raum den man irgendwie isolieren muss bzw. den Schlafsack an den Schulter/Halsbereich anpassen muss um das Entweichen warmer Luft von innen zu unterbinden.
Dementsprechend muss ein Wärmekragen gut gefüllt sein und sich lückenlos an den Hals anpassen bzw. per Kordelzug anpassen lassen ohne dass ein unangenehmes Würgegefühl am Hals entsteht. Die Bedienung sollte leichtgängig und mit einer Hand machbar sein.

4.Kopfbereich

Im Kopfbereich ist es wichtig eine große, konturierte, gut gefüllte Kapuze mit entsprechender Dicke zu haben.
Nützlich ist zusätzlich ein Daunenwulst um die Kapuze herum.
Der wiederum sollte so konstruiert sein dass man ihn sowohl nach außen als auch nach innen legen kann. Nach außen als Windschutz, nach innen als zusätzliche Gesichtsabdeckung, je nach den Umständen. Der Kapuzenzug sollte leichtgängig sein und mit Handschuhen bedienbar. Die Arretierung sollte wirklich fest sitzen.

5.Schulter-Kopf-Übergang

Der Übergang Schultern/Kopf wird wesentlich durch den Schnitt des Schlafsackes bestimmt.
Dabei hat sich ein ausgeprägter Mumienschnitt als optimal erwiesen.
Dieser sollte durch den Schnitt des Schlafsackes gegeben sein und nicht durch Zuziehen des Wärmekragens erreicht werden damit die Gesamtkonstruktion nicht unnötig komprimiert wird.
Das würde sonst die Isolationsdicke in diesem Bereich verringern.

6.Schlafsack-Querschnitt

Ein letztes, nicht ganz unwichtiges, konstruktives Detail ist der Schlafsack-Querschnitt.
Um genau zu sein, der Übergang zwischen Ober-und Unterteil.
Viele Hersteller schneidern ihre Schlafsäcke im Prinzip in Form von Kanälen die seitlich einfach zusammengenäht sind. Das reicht bei Sommer/Herbstschlafsäcken aus, s. o. -> H-Kammern.
Bei Winterschlafsäcken ist es aber besser wenn hier eine zusätzliche Seitenkammer eingebaut ist und dadurch die Isolationsdicke rundum gleichmäßig bleibt.
Gute Winterschlafsäcke sind konstruktiv sehr aufwendig. 60 oder mehr Kammern sind keine Seltenheit da man nur so für eine absolut gleichmäßige, verrutsch-sichere Füllung garantieren kann. Wenn dann noch, was eigentlich selbstverständlich sein sollte, qualitativ hochwertige Daune und entsprechende Stoffe einsetzt werden, dann wird klar warum solche Schlafsäcke recht teuer sind.

Schlafsackfüllung: Daune
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