Schlafsäcke
Daunenschlafsäcke
Egal ob für den Campingplatz oder Expeditionen hier finden Sie für jede Gelegenheit das passende Modell.
Kunstfaserschlafsäcke
Alle Kunstfaserschlafsäcke auf einen Blick
Informationen über Schlafsäcke

Schlafsack Informationen
Der Schlafsack ist, neben dem Zelt, das Ausrüstungsteil in dem man auf einer Tour den Großteil seiner Zeit verbringt. Er entscheidet ganz wesentlich darüber, ob eine Tour Spaß macht oder zur Quälerei wird. Gerade deshalb sollte man hier nicht an der falschen Stelle sparen. Die bequemsten Schuhe, das komfortabelste Zelt und der leichteste Rucksack nutzen wenig, wenn man ohne erholsamen Schlaf auskommen muss. Was soll ein Schlafsack können, wozu braucht man überhaupt einen Schlafsack? Ein Schlafsack dient (genauso wie eine Bettdecke) dazu, den Körper gegen kältere Umgebungsluft zu isolieren und ein angenehmes Schlafklima zu gewährleisten. Er wärmt also nicht (das macht unser Körper) sondern kann nur isolieren. Es gibt keinen Schlafsack der dabei für alle Umgebungsbedingungen gleichermassen geeignet ist, Schlafsäcke haben einen nutzbaren Einsatzbereich von etwa 20 Grad. Das heißt, ein Winterschlafsack der für -20 Grad ausgelegt ist wird ab 0 Grad und wärmer zu warm sein. Ein Sommer/Herbst Schlafsack ist dagegen im Winter völlig ungeeignet. Wärmeverlust findet über die vom Körper an die Luft im Schlafsack abgegebene Wärme statt. Die erwärmteLuft entweicht da ein Schlafsack nie vollständig abgedichtet ist. Wärme wird zudem über die Luft an das Innengewebe und die Füllung abgegeben. Der Körper muss also ständig „nachheizen“ was Energie kostet. Auch über die Atmung verliert der Körper Wärme. Unabhängig davon hängt das Wohlbefinden sehr stark vom Benutzer und seiner körperlichen Verfassung ab. Ausgeruht und nach einer warmen Mahlzeit friert man deutlich weniger als wenn man nach einem anstrengenden Wandertag müde und hungrig ist. So ist es zu erklären dass man an einem Tag wunderbar schläft und am nächsten Tag fröstelt bei ansonsten gleichen Bedingungen. Hinzu kommt dass das Kälteempfinden von Person zu Person stark variiert. Und ganz allgemein gilt dass Frauen etwas kälteempfindlicher sind als Männer. Dem trägt auch die neue EU-Schlafsacknorm mit getrennten Werten für Männer und Frauen Rechnung. Damit hat man einen groben Anhaltswert für den Schlafsackvergleich bzw. die Schlafsackauswahl. Dabei sollte man sich unbedingt an der Komfort-Temperatur orientieren, die Extremtemperatur sagt nur aus dass man dabei eine Nacht ohne Erfrierungen übersteht. Angenehmen oder gar erholsamen Schlaf kann man da nicht mehr erwarten. Wer sehr kälteempfindlich ist wählt besser einen wärmeren Schlafsack als für die zu erwartenden Einsatzbedingungen notwendig. Mit dickerer Schlafbekleidung/Inlet kann man aber auch noch etwas zusätzlich an Isolation gewinnen. Schlafsäcke gibt es wie alle Ausrüstungsgegenstände von low-cost bis high-end. Die Preise hängen ganz wesentlich von der Füllungsqualität und den verwendeten Materialien ab. Diese wiederum bestimmen das Gewicht und die Haltbarkeit. Auch hier gilt: Wer billig kauft, kauft doppelt. Teure Schlafsäcke, insbesondere mit hochwertiger Daunenfüllung, halten bei pfleglicher Behandlung 10-15 Jahre. Ein ganz billiger Kunstfaserschlafsack kann schon nach kurzer Zeit verschlissen sein bzw. seine Isolation verloren haben. Umgekehrt ist es aber wenig sinnvoll für gelegentlichen Einsatz auf Wochenendtouren im Sommer einen sündteuren Schlafsack zu kaufen. Für regelmässigen Einsatz bei anspruchsvollen Unternehmungen zahlt sich dagegen auf Dauer eine hochwertige Ausrüstung immer aus.
Schlafsack Informationen
Der Schlafsack ist, neben dem Zelt, das Ausrüstungsteil in dem man auf einer Tour den Großteil seiner Zeit verbringt. Er entscheidet ganz wesentlich darüber, ob eine Tour Spaß macht oder zur Quälerei wird. Gerade deshalb sollte man hier nicht an der falschen Stelle sparen. Die bequemsten Schuhe, das komfortabelste Zelt und der leichteste Rucksack nutzen wenig, wenn man ohne erholsamen Schlaf auskommen muss. Was soll ein Schlafsack können, wozu braucht man überhaupt einen Schlafsack? Ein Schlafsack dient (genauso wie eine Bettdecke) dazu, den Körper gegen kältere Umgebungsluft zu isolieren und ein angenehmes Schlafklima zu gewährleisten. Er wärmt also nicht (das macht unser Körper) sondern kann nur isolieren. Es gibt keinen Schlafsack der dabei für alle Umgebungsbedingungen gleichermassen geeignet ist, Schlafsäcke haben einen nutzbaren Einsatzbereich von etwa 20 Grad. Das heißt, ein Winterschlafsack der für -20 Grad ausgelegt ist wird ab 0 Grad und wärmer zu warm sein. Ein Sommer/Herbst Schlafsack ist dagegen im Winter völlig ungeeignet. Wärmeverlust findet über die vom Körper an die Luft im Schlafsack abgegebene Wärme statt. Die erwärmteLuft entweicht da ein Schlafsack nie vollständig abgedichtet ist. Wärme wird zudem über die Luft an das Innengewebe und die Füllung abgegeben. Der Körper muss also ständig „nachheizen“ was Energie kostet. Auch über die Atmung verliert der Körper Wärme. Unabhängig davon hängt das Wohlbefinden sehr stark vom Benutzer und seiner körperlichen Verfassung ab. Ausgeruht und nach einer warmen Mahlzeit friert man deutlich weniger als wenn man nach einem anstrengenden Wandertag müde und hungrig ist. So ist es zu erklären dass man an einem Tag wunderbar schläft und am nächsten Tag fröstelt bei ansonsten gleichen Bedingungen. Hinzu kommt dass das Kälteempfinden von Person zu Person stark variiert. Und ganz allgemein gilt dass Frauen etwas kälteempfindlicher sind als Männer. Dem trägt auch die neue EU-Schlafsacknorm mit getrennten Werten für Männer und Frauen Rechnung. Damit hat man einen groben Anhaltswert für den Schlafsackvergleich bzw. die Schlafsackauswahl. Dabei sollte man sich unbedingt an der Komfort-Temperatur orientieren, die Extremtemperatur sagt nur aus dass man dabei eine Nacht ohne Erfrierungen übersteht. Angenehmen oder gar erholsamen Schlaf kann man da nicht mehr erwarten. Wer sehr kälteempfindlich ist wählt besser einen wärmeren Schlafsack als für die zu erwartenden Einsatzbedingungen notwendig. Mit dickerer Schlafbekleidung/Inlet kann man aber auch noch etwas zusätzlich an Isolation gewinnen. Schlafsäcke gibt es wie alle Ausrüstungsgegenstände von low-cost bis high-end. Die Preise hängen ganz wesentlich von der Füllungsqualität und den verwendeten Materialien ab. Diese wiederum bestimmen das Gewicht und die Haltbarkeit. Auch hier gilt: Wer billig kauft, kauft doppelt. Teure Schlafsäcke, insbesondere mit hochwertiger Daunenfüllung, halten bei pfleglicher Behandlung 10-15 Jahre. Ein ganz billiger Kunstfaserschlafsack kann schon nach kurzer Zeit verschlissen sein bzw. seine Isolation verloren haben. Umgekehrt ist es aber wenig sinnvoll für gelegentlichen Einsatz auf Wochenendtouren im Sommer einen sündteuren Schlafsack zu kaufen. Für regelmässigen Einsatz bei anspruchsvollen Unternehmungen zahlt sich dagegen auf Dauer eine hochwertige Ausrüstung immer aus.
"Kunstfaser ist viel unempfindlicher als Daune und isoliert auch noch wenn sie nass ist."
So oder so ähnlich wird häufig argumentiert. Dabei wird aber verschwiegen dass jedes Material Vor- und Nachteile hat. Bei obiger Argumentation werden alle Nachteile der Kunstfaserfüllung aber ausser Acht gelassen. Daher zunächst eine kleine Richtigstellung. Daunen isolieren durch Luftbindung in den feinen Verästelungen der Daune. Gleichzeitig kann Daune Wasser aufnehmen und natürlich auch wieder abgeben. Genau das tut sie auch. Sie wirkt dadurch feuchtigkeitsregulierend und sorgt somit für ein angenehmes Schlafklima. Der Feuchtigkeitsaufnahme sind allerdings Grenzen gesetzt. Etwa 11% ihres Gewichtes kann als Feuchtigkeit aufgenommen werden. Wird Daune komplett nass, verklumpt sie und braucht lange zum Trocknen. Die Isolation ist in diesem Zustand dann logischerweise Null. Kunstfaser isoliert durch die in und zwischen den synthetischen Hohlfasern vorhandene Luft. Das ist wesentlich weniger als Daune an Luft binden kann. Deshalb ist sie isolationsmässig prinzipiell der Daune unterlegen, auch wenn es im Laufe der Jahre enorme Weiterentwicklungen gegeben hat. Aber natürlich kondensiert Wasserdampf auch in einem Kunstfaser-Schlafsack. Kondensation ist unabhängig vom Füllmaterial, hauptsächlich abhängig vom Taupunkt. Der Taupunkt liegt aber in den meisten Fällen innerhalb der Isolationsschicht, je kälter es ist umso eher, er verschiebt sich dabei nach innen. Beispiel: Bei 25 Grad und 75% rel. Feuchte innen im Schlafsack liegt der Taupunkt bei 18 Grad. Ist es aussen deutlich unter 18 Grad dann liegt der Taupunkt irgendwo im Schlafsack und wandert immer weiter nach innen je kälter es draussen ist. Was dabei zunimmt ist der Wärmeverlust durch die Feuchtigkeit auf/zwischen den Fasern. Nur ist der Wärmeverlust nicht so gross wie bei Daune. Daune nimmt die Feuchtigkeit auf und damit fallen die Daunen zunehmend zusammen, die isolierende Luftschicht wird kleiner. Bei Kunsfasern bleibt dagegen die isolierende Luftschicht in der Faser selbst erhalten, die Feuchtigkeit schlägt sich dafür aussen zwischen den Fasern nieder. Insofern bleibt bei sehr nassem Kunstfaser-Schlafsack etwas mehr Isolation als bei gleich nassen Daunen. Die Trocknungszeit ist zudem wesentlich kürzer. Im Winter dagegen, und das ist die eigentliche Domäne guter Daunenschlafsäcke, hat man bei beiden Füllungsmaterialien prinzipiell das gleiche Problem: Trocknung morgens bzw. Verhinderung von Feuchtigkeit von innen. Deshalb braucht man dann bei beiden! Füllungen einen VBL. (VBL=Vapor Barrier Liner, eine dampfundurchlässige Hülle ähnlich einem Biwaksack) Sonst kumuliert bei nicht vorhandenen Trocknungsmöglichkeiten die Wasseraufnahme bis zur Sättigungsgrenze. Und zwar in beiden Füllungen. Mit anderen Worten: Die nachts abgegebene Feuchtigkeit befindet sich ohne VBL morgens bei beiden Füllungen innerhalb der Füllung. Und wenn sie da nicht durch Lüften rauskommt kummuliert sie und die Isofähigkeit nimmt kontinuierlich ab. Dann ist es im Winter ziemlich unerheblich ob ein Kunstfaser-Schlafsack zum Schluss noch etwas mehr Isolaton aufweist. Bei -40 Grad nutzt es wenig wenn dann noch Isolation bis 0 Grad übrig bleibt. Was auch häufig übersehen wird ist dass das Schlafklima in einem Daunenschlafsack völlig anders ist als in einem Kunstfaser-Schlafsack. Der Hauptgrund liegt darin dass Daune durch Feuchtigkeitsaufnahme bzw. Abgabe regulierend wirkt. Für ein angenehmes Schlafklima ist die Luftfeuchtigkeit neben der Temperatur entscheidend. In Kunstfaserfüllungen dagegen herrscht ein sehr trockenes Schlafklima. Das versucht der Körper auszugleichen indem er mehr Feuchtigkeit produziert und so den notwendigen Feuchtigkeitsfilm der Haut aufrecht erhält. Empfindsame Menschen sind daher mit Daune besser beraten. Bei sehr tiefen Temperaturen kann Daune vor Allem ihre anderen Vorteile voll ausspielen: - Kompressionsfähigkeit und Gewicht. - Ein Spitzen-Daunenschlafsack für etwa -40 Grad wiegt um die 2.2. Kilo. - Ein vergleichbarer Kunstfaser-Schlafsack etwa 3.8 Kilo. Wenn also Gewicht, Packmass und Langlebigkeit sowie das Schlafklima wichtig sind führt kein Weg an guter Daune vorbei. Bei Winterschlafsäcken für Temperaturen bis unter -40 Grad gibt es dazu ohnehin keine Alternative. Wenn Gewicht, Packmass, Langlebigkeit und Schlafklima keine grosse Rolle spielen und der Preis ausschlaggebend ist dann nimmt man Kunstfaser. Der Schlafsack ist, neben dem Zelt, das Ausrüstungsteil in dem man einen Grossteil seiner Zeit auf einer Tour verbringt. Er entscheidet ganz wesentlich darüber ob eine Tour Spass macht oder zur Quälerei wird. Gerade deshalb sollte man hier nicht an der falschen Stelle sparen. Die bequemsten Schuhe, das komfortabelste Zelt und der leichteste Rucksack nutzen wenig wenn man ohne erholsamen Schlaf auskommen muss.
Konstruktionsmerkmale von Schlafsäcken
Man unterscheidet Schlafsäcke zunächst nach der äusseren Form, Deckenschlafsack, Mumienform, Ei-Form etc. Für Schlafsäcke die deutlich unter 5 Grad eingesetzt werden kommen ausschliesslich mehr oder weniger stark konturierte Mumienschlafsäcke in Frage. Je besser dabei die Schlafsackform der Körperform angepasst ist umso geringer ist der Luftraum der vom Körper erwärmt werden muss. Bei Kunstfaserfüllungen wird überwiegend mit einer Lagen- oder Schindeltechnik gearbeitet. Bei der Lagentechnik liegen mehrer Lagen des Füllungsmaterials übereinander. Bei der Schindeltechnik werden schmale Bahnen dachschindelartig versetzt übereinander angeordnet. Bei Daunenschlafsäcken gibt es mehrere Techniken. Ganz einfache Deckenschlafsäcke werden wie eine Bettdecke durchgesteppt. Dabei entstehen natürlich grosse Kältebrücken an den Nähten. Das ist bestenfalls bei einem reinen Sommerschlafsack akzeptabel. Bei Mumienschlafsäcken bzw. solchen für tiefere Temperaturen verwendet man H-Kammern, VKammer, Trapezkammern oder doppelte versetzte H-Kammern. Hier werden die Daunen in Kammern verfüllt um ein Verrutschen der losen Füllung zu unterbinden. Je nach Kammerart braucht man dabei mehr oder weniger Kammermaterial, das wirkt sich u.A. auf das Gewicht aus. H-Kammer: Im Prinzip eine Rechteckkammer die wie ein seitlich liegendes H aussieht. Einfach in der Herstellung, aber mit der Gefahr der Daunenverschiebung bei grossen Kammern. Das macht man sich aber bei Sommerschlafsäcken zunutze um die Daunenmenge wischen Ober- und Unterseite je nach Aussentemperatur zu verschieben. Das erhöht die Einsatzbandbreite. V-Kammer: Die Kammern haben V-Form, immer abwechselnd einmal die Spitze oben, einmal unten. Die Daunen können nicht so leicht verrutschen, man braucht aber mehr Kammermaterial. Deshalb verwendet man für die Kammerwände besonders leichtes Mesh-Gewebe. Trapezkammer/Schrägkammer: Das ist eine Abwandlung der V-Kammerkonstruktion, im Prinzip schräg liegende überlappende Kammern, kältebrückenfrei. Doppelte H-Kammer: Hier werden 2 H-Kammerlagen versetzt übereinander verwendet. Eine absolut kältebrückenfreie Konstruktion bei der die Daunen auch nicht verrutschen da beide Kammerlagen relativ klein ausfallen. Dafür ist das Gewicht entsprechend höher. Man findet diese Konstruktion nur bei Daunenschlafsäcken für extreme Temperaturbereiche. Auch Daunenjacken für extreme Temperaturen gibt es in dieser Konstruktionsweise, also de facto 2 Jacken übereinander.
Aussenstoffe
Besonders Winterschlafsäcke werden häufig mit wasserdichten Membran-Aussenhüllen ausgestattet. Der Grund dafür ist sehr einfach. Im Winter hat man sehr oft mit Kondensation im Zelt zu tun, gleichzeitig sind die Lüftungs- und Trockenmöglichkeiten begrenzt. Deshalb verwendet man wasserdichte Aussenhüllen (bis auf die Nähte die nicht abgeklebt werden) um den Schlafsack vor Kondensfeuchte von aussen zu schützen. Winterschlafsäcke sind sehr voluminös, da hat man oft die Situation dass das Fuss- oder Kopfteil am Innenzelt anliegt. Genau dort findet dann zuerst Kondensation statt. Auch beim Einsatz im Frühjahr oder Spätherbst hat man häufig Kondenstaionsprobleme. Bei reinen Sommerschlafsäcken dagegen ist es nicht so entscheidend, da bestehen normalerweise ausreichend Trockenmöglichkeiten.
Schlafsackauswahl
Ein Schlafsack muss passen, probeliegen ist also unbedingt notwendig. Nur so kann man herausfinden ob man sich darin wohlfühlt und die Bedienung einfach ist. Die Bedienung von Reissverschluss und Kordelzügen sollte man, im Schlafsack liegend, ausprobieren. Dann spielt natürlich die bevorzugte Schlafhaltung eine Rolle. Wer immer mit abgewinkelten Beinen schläft wird sich in einem eng geschnittenen Schlafsack nicht wohlfühlen. Dabei muss man aber bedenken dass man umso mehr Luft aufheizen muss je weiter der Schlafsack geschnitten ist. In diesem Falle wählt man dann einen wärmeren Schlafsack. Unabhängig davon spielt natürlich der Einsatzbereich eine entscheidende Rolle, sowohl was die Isolation angeht als auch insbesondere Ausstattungsdetails wie Wärmekragen, Abdeckleisten, Konturkapuze usw. Diese Merkmale sind umso wichtiger je kälter der Einsatzbereich ist. Bei Temperaturen im einstelligen Bereich spielen sie noch keine so grosse Rolle, bei Schlafsäcken für Herbst- / Wintereinsatz dafür umso mehr.
Inlets / VBL:
Ein Durchschnittsmensch schwitzt ca. 0.2-0.5 l Wasser pro Nacht aus, im Normalzustand, also ohne Fieber. Ein Baumwoll-Inlett ändert an dem Feuchte-Problem wenig bis garnichts. Wenn man Feuchtigkeit fernhalten will, bleibt nur ein Vapour Barier Liner (VBL). Und das macht nur im Winter Sinn, wenn der Schlafsack nur unzureichend getrocknet oder gelüftet werden kann, dafür liegt man "im eigenen Saft", was nicht jedermanns Geschmack ist. Ganz so schlimm ist es aber auch wieder nicht, man schläft ja nicht nackt, die abgegebene Feuchtigkeit wird von der Kleidung aufgenommen. Die Unterwäsche wird dabei weniger klamm als nach einem anstrengenden Marsch. Ein Inlett als Schmutz-Schutz / Zusatz-Isolation ja, wobei Verschmutzung nennenswert normalerweise nur da stattfindet wo nackte Haut (mit ihrem Fettfilm) direkten Kontakt mit dem Schlafsack hat, im Kopfbereich sind es die Haare. Verdächtig schmutzgefährdet ist deshalb der Kapuzenbereich, dafür ist das normale Seiden-Inlett mit Kapuze! sinnvoll. Dauerhaft geschädigt wird Daune nicht durch reine Feuchtigkeit (sofern der Schlafsack immer wieder trocken wird), sondern durch Salze und Fette im Schweiss, die die Daunenhärchen mit der Zeit (einige Jahre) verklumpen lassen. Bei Kunstfasern tritt haupsächlich eine Schädigung durch "plattliegen" der Füllung ein sowie durch Kompression im Packsack, die Elastizität ist eben nicht mit Daune vergleichbar. Auch ein dünnes Baumwoll-Inlett leitet Schweiss durch Verdunstung weiter und speichert ihn nicht etwa. Die Energie dafür liefert der Körper. Auch in einem Kunstfaser Schlafsack braucht man bei tiefen Temperaturen und wenig Möglichkeiten zum Trocknen einen VBL, zumindest bei längeren Touren. Eine kurze Wochenendtour übersteht jeder Schlafsack ohne VBL und ohne Isolationsverlust.
Schlafsackpflege:
Am Wichtigsten ist, den Schlafsack locker und luftig zu lagern - also entweder frei hängend oder in einem weiten Aufbewahrungsbeutel. Keinesfalls darf er im Kompressionsbeutel bleiben oder im Schlafsackfach des Rucksacks. Unterwegs sollte man den Schlafsack so oft wie möglich aufschütteln, trocknen und lüften. Vor allem bei Daunenschlafsäcken ist das wichtig. Auch sollte man den Schlafsack in den Packsack stopfen und nicht zusammenrollen. Bei wasserdichten Aussenhüllen sollte man ihn wenden, sonst geht die Luft kaum raus. Waschen sollte man einen Schlafsack möglichst selten. Dazu gibt es spezielle Daunenwaschmittel (auch für Kunstfaserschlafsäcke). Wegen des großen Volumens und der komplizierten Trocknung bringt man den Schlafsack besser in einen öffentlichen Waschsalon mit genügend großen Maschinen und Trockenmöglichkeiten. Keinesfalls aber in die chemische Reinigung. Bei Schweissaufnahme und Abgabe der Feuchtigkeit an die Aussenluft bleibt ein kleiner Teil Schweiss-Salze und Fette in der Daune. Dadurch wickeln sich mit der Zeit die feinen Daunen-Härchen um den Kern, der Loft nimmt ab, je kleiner die Daune desto schneller. Ein Inlett verzögert diesen Prozess etwas, kann aber die Beschädigung der Daune (Abbrechen kleiner Verästelungen) natürlich auch nicht verhindern. Das ist neben Verschmutzung der zweite Gebrauchs-Effekt. Bei hochwertiger Daune dauert das so 6-8 Jahre bei täglicher Benutzung einer Daunendecke, beim Schlafsack eher länger. Daunendecken werden in einer Daunen-Reinigungsmaschine gewaschen. Dabei wird das Füllgut durch Gummischlägel herumgewirbelt, unbrauchbare und abgebrochene Teile werden abgesaugt. Danach wird das Material mit Heiss-Dampf ca.5 Minuten lang besprüht um Schweissreste auszuwaschen. Anschliessend wird bei 120 Grad getrocknet und zum Schluss mit UV-Licht antistatisch behandelt, da das Federkeratin durch Ionisation aufgeladen wurde. Bei vielen Schlafsäcken ist dieses Verfahren allerdings kaum anwendbar, man müsste dazu den Schlafsack komplett öffnen / entleeren. Gerade bei wirklich gut konstruierten Schlafsäcken geht genau das nicht: Hier lässt man nämlich lediglich bei jedem Zwischensteg eine kleine Öffnung zur nächsten Kammer. Dadurch kann man von einer einzigen Stelle(Naht) aus in sämtliche Kammern mit einer Füll-Sonde gelangen und ganz gezielt ohne grossen Auwand (nach)füllen.
Winterschlafsäcke für extreme Bedingungen
Bei Herbst/Winterschlafsäcken sollte man sich die Konstruktion genau ansehen. Die wichtigsten konstruktiven Bereiche sind dabei: 1.Fussbereich 2.Reissverschluss/Abdeckung 3.Wärmekragen-Auslegung 4.Kopfbereich/Kapuze 5.Schulter-Kopf-Übergang 6.Schlafsack-Querschnitt 1.Fussbereich Hier kommt es auf 2 Dinge an. Zunächst sollte der Fussbereich sehr gut isoliert sein da die Füsse die am weitesten vom Körper entfernten Gliedmassen sind und dementsprechend am stärksten gefährdet bei grimmiger Kälte. Wichtig ist also eine gute, kräftige Füllung, die man am ehesten durch einen Aufbau mit entsprechend vielen Kammern erreicht. Bei einem Winterschlafsack für etwa -20 bis -30 Grad sollten das schon 10-15 cm sein. 2.Reissverschluss/Abdeckung Ideal ist natürlich ein Schlafsack ohne Reissverschluss. Dann hat man kein Problem mit Kältebrücken oder Abdeckung. Dafür allerdings eins mit dem Einstieg:-) Also...das Problem hier ist der Zip als solcher, da er ja erst mal eine Öffnung darstellt die es zu isolieren gilt. Ist der Reissverschluss boden-nah angebracht dann hat man bereits einen gewissen Schutz von aussen. A. Einseitige Abdeckung Hier gibt es nur eine Abdeckleiste, oben oder unten. Diese ist in vielen Fällen als Schlauch ausgeführt mit z.Teil nur einer Befestigungsnaht. Für einen Sommer-/ Herbstschlafsack ist das ausreichend. B. D-förmige Abdeckleisten. Besser und eigentlich technisch sehr leicht zu lösen, wenn auch aufwendig in der Herstellung, da haben die Abdeckleisten die Form eines quer liegenden D. Damit hat man keine Kältebrücken und die Abdeckung bleibt da wo sie sein soll. Übergang im Kopfbereich. Der Zip sollte so zur Kapuze hin geführt sein dass er möglichst spannungsfrei endet, und dabei logischerweise selbstblockierend ist. 3. Wärmekragen-Auslegung Im Übergangsbereich zwischen Schultern und Hals ist zwangsläufig ein grosser Raum den man irgendwie isolieren muss bzw. den Schlafsack an den Schulter/Halsbereich anpassen muss um das Entweichen warmer Luft von innen zu unterbinden. Dementsprechend muss ein Wärmekragen gut gefüllt sein und sich lückenlos an den Hals anpassen bzw. per Kordelzug anpassen lassen ohne dass ein unangenehmes Würgegefühl am Hals entsteht. Die Bedienung sollte leichtgängig und mit einer Hand machbar sein. 4.Kopfbereich Im Kopfbereich ist es wichtig eine grosse, konturierte, gut gefüllte Kapuze mit entsprechender Dicke zu haben. Nützlich ist zusätzlich ein Daunenwulst um die Kapuze herum. Der wiederum sollte so konstruiert sein dass man ihn sowohl nach aussen als auch nach innen legen kann. Nach aussen als Windschutz, nach innen als zusätzliche Gesichtsabdeckung, je nach den Umständen. Der Kapuzenzug sollte leichtgängig sein und mit Handschuhen bedienbar. Die Arretierung sollte wirklich fest sitzen. 5.Schulter-Kopf-Übergang Der Übergang Schultern/Kopf wird wesentlich durch den Schnitt des Schlafsackes bestimmt. Dabei hat sich ein ausgeprägter Mumienschnitt als optimal erwiesen. Dieser sollte durch den Schnitt des Schlafsackes gegeben sein und nicht durch Zuziehen des Wärmekragens erreicht werden damit die Gesamtkonstruktion nicht unnötig komprimiert wird. Das würde sonst die Isolationsdicke in diesem Bereich verringern. 6.Schlafsack-Querschnitt Ein letztes, nicht ganz unwichtiges, konstruktives Detail ist der Schlafsack-Querschnitt. Um genau zu sein, der Übergang zwischen Ober-und Unterteil. Viele Hersteller schneidern ihre Schlafsäcke im Prinzip in Form von Kanälen die seitlich einfach zusammengenäht sind. Das reicht bei Sommer/Herbstschlafsäcken aus, s. o. -> H-Kammern. Bei Winterschlafsäcken ist es aber besser wenn hier eine zusätzliche Seitenkammer eingebaut ist und dadurch die Isolationsdicke rundum gleichmässig bleibt. Gute Winterschlafsäcke sind konstruktiv sehr aufwendig. 60 oder mehr Kammern sind keine Seltenheit da man nur so für eine absolut gleichmässige, verrutschungssichere Füllung garantieren kann. Wenn dann noch, was eigentlich selbstverständlich sein sollte, qualitativ hochwertige Daune und entsprechende Stoffe einsetzt werden, dann wird klar warum solche Schlafsäcke recht teuer sind.
Dauneninfo
Daune ist ein Naturprodukt das sich sich durch eine, bisher von keiner synthetischen Faser erreichbare, Bauschfähigkeit und Isolierfähigkeit im Verhältnis zu ihrem Gewicht auszeichnet. Ihre Vorteile sind somit das hervorragende Gewichts-/Isolations-Verhältnis und das angenehme Schlafklima, welches durch die feuchtigkeitsregulierenden Eigenschaften der Daune erreicht wird. Hinzu kommt das vergleichsweise kleine Packmass, Daunen lassen sich extrem komprimieren ohne Schaden zu nehmen. Die normalgebräuchlichen und am häufigsten anfallenden Daunen sind heute die von ausschliesslich zur Fleischproduktion gezüchteten Enten und Gänsen, vom 3.Rupf (etwa nach 7 Monaten) bzw. vom 4.Rupf nachdem die Tiere geschlachtet wurden. Diese Art der Produktion finden wir vor Allem in China, aber auch in Europa. Es stimmt zwar, prinzipiell ist Daune von Gänsen grösser als die von vergleichbaren Enten, dennoch, die hochwertigste Daune ist die von wildlebenden Eiderenten. Diese stehen unter Naturschutz, sind nicht züchtbar und die Daune gewinnt man durch Sammeln der Nester nach der Brutzeit. Siehe unten.
Dauneninfo Generell
Bekleidungstechnisch auf Grund der Grösse sind Daunen von Wasservögeln interessant. Also Enten- und Gänsedaune. Die Region selbst ist übrigens für die Qualität nicht entscheidend, sondern hauptsächlich das Alter der Tiere. Das Klima beeinflusst überwiegend die Daunenmenge die ein Tier produziert und einen, der Eiderdaune ähnlichen, allerdings deutlich schwächer ausgeprägten, Haft-Effekt. Die Daunengrösse dagegen ist vor allem altersabhängig. Hochwertige Daune aus den Pyrenäen, Karelien oder Polen (Masuren) stammt von kleineren Betrieben mit entsprechend langer Tradition und sowohl exzellenter Kenntnis über optimalen Rupfzeitpunkt als auch mit den entsprechenden handwerklichen Fähigkeiten beim Rupfen. Das macht den Preis aus. Hier finden wir lange, traditonelle Gänse-Zucht vor. Bezeichnenderweise verwenden fast alle renommierten Hersteller von High-End Schlafsäcken Daune aus Osteuropa/Polen. Früher gab es auch getrennte Teiche für Fleisch- und Daunen-Produktion, sog. Federnteiche, die Tiere wurden bis zu 20 Jahre alt, fleischtechnisch unbrauchbar, daunentechnisch eine heute nicht mehr erreichte Qualität. Um die Jahrhundert-Wende und noch vor ca.40 Jahren waren z.B. die Wiener Tageszeitungen voll mit Inseraten für die begehrte Böhmische Daune, für Bettdecken und Kissen der besseren Gesellschaft.
Daunen-Aufbau:
Daunen sind vom chemischen Aufbau identisch mit Federn, im Wesentlichen Keratin, ähnlich dem Haar beim Menschen. Daune ist nichts anderes als eine Feder, bei der der Kiel auf Punktgrösse reduziert ist und daher ein eher kugelförmiges Gebilde mit rundherum abgehenden feinen Härchen bildet. Diese bildet das Tier unter den sogenannten Deck-Federn zum Schutz aus. In diesem feinen Geäst (das man bis heute mit keiner Kunstfaser nachbilden kann) wird die Luft stehend gebunden. Das ergibt den Isolations-Effekt der Daune, es findet kaum Wärmeverlust über die Aussenluft jenseits des Daunenkleides statt. Feuchtigkeits-Schutz wird durch Fetten der Daune erreicht, was bei Wasservögeln lebensnotwendig ist. Lebende Tiere erneuern den Schutz natürlich regelmässig durch körpereigenes Fett aus der sogenannten Bürzel-Drüse, da Fett durch den Aufenthalt im Wasser mit der Zeit ausgewaschen wird, bzw.neu nachwachsende Daunen gefettet werden müssen.
Daunengewinnung
(Eiderdaune ausgenommen, s.u.): Wasservögel zeigen Mauserverhalten, die erste Mauser nach ca.12 Wochen, danach etwa alle 6-8 Wochen.
Handrupf:
Macht man es zu früh, ist der Daunenkern (in der Haut des Tieres) noch mit dem Blutkreislauf des Vogels verbunden. Macht man es zu spät, reisst man den nachwachsenden neuen Kern mit heraus. Deshalb ist das Timing so wichtig. Optimal dann, wenn das natürliche Mauserverhalten (natürlicher Ausfall der Daune) stattfindet. Dieser Zeitpunkt wird in gut geführten Betrieben von Tierärzten überwacht. Daunen aus Handrupf sind wesentlich „reiner“, zudem kann man hier auch bestimmen welche Daunen man nimmt, also nur die besonders gross ausgebildeten Cluster etwa.
Industriell bei Schlachttieren:
Für den Maschinenrupf muss das Gefieder nass sein (heisses Wasserbad), es ist die technisch gesehen schlechteste Methode weil dabei auch natürlich grosse Federn mit ausgerissen werden sowie Haut-Teile. Die Qualität ist durchwegs schlechter als bei Handrupf.
Und für alle Tierschützer:
Handrupf zum richtigen Zeitpunkt von Fachkräften durchgeführt beeinträchtigt das Tier in keiner Weise. Gänse schnattern und fressen danach genauso weiter wie vorher, es ist praktisch schmerzfrei, vergleichbar mit leichtem Zwicken in die Haut, da die Daune zu diesem Zeitpunkt ja bereits vom Versorgungskreislauf des Körpers getrennt ist und fast schon von alleine ausfällt. Zum Nestbau machen das die Tiere ja schliesslich auch so. Rupf wird deshalb angewandt weil Hinterherlaufen und Aufsammeln bei 500.000 Daunen pro Kilogramm doch etwas mühsam wäre. Die wirkliche Tierquälerei ist das (in Deutschland und Österreich verbotene) Stopfen von Gänsen zur Vergrösserung der Leber. (Gänseleber-Pastete)
Daunen-Qualität - Aufbereitung:
Die Roh-Daune wird gewaschen und nach dem sogenannten "Rösten" (erhitzen auf 120 Grad zur Keimabtötung) anschliessend einer Sortier-Anlage zugeführt. Im Prinzip wird hierbei die Ware einem Luftstrom ausgesetzt bei dem die schweren Teile, wie etwa Federn, nach kurzem "Flug" in eine Kammer fallen, leichtere Teile, eben Daunen, aufgrund des niedrigeren Gewichtes weiter fliegen können und in anderen Kammern landen. Die letzte Kammer auf der Flugstrecke enthält somit die besten Daunen plus einem kleinen unvermeidlichen Restanteil an sehr, sehr kleinen Federchen. Erreichbar ist bei diesem Verfahren eine Qualität von etwa 95/5. Handauslesen dieser Rest-Federchen könnte theoretisch 100% reine Daune ergeben, das macht aber niemand. Und entgegen vielfach zu lesender Behauptung sind Federn-Anteile nicht für den Loft notwendig, das ist eher eine Schutzbehauptung zur Verteidigung weniger guter (Mischungs-)Qualitäten. Eine gute Daune braucht keine Federn, siehe Eider-Ente. Federn setzt man in Kissen bedingt ein damit durch das Auflagegewicht des Kopfes trotzdem noch eine gewisse Polsterung erhalten bleibt, das hat aber nichts mit Loft zu tun, sondern mit Bequemlichkeitsaspekten. Beim Schlafsack wird dieser Effekt durch die Liegeunterlage erreicht die man zur Bodenisolation sowieso braucht. Ausserdem wird bei guten Konstruktionen der Kopfbereich ohnehin stärker gefüllt.
Daunen-Qualität - Klassifizierung:
Die Daunenqualität wird üblicherweise mit 2 Kennzahlen beschrieben: Mischungsverhältnis und Loft.
Daunen-Qualität - Mischungsverhältnis:
Angegeben wird immer das Verhältnis von Daunen zu Federn, und zwar in Gewichts-Prozenten, nicht etwa in Volumen-Prozenten. Alles andere ist irreführend, wie die veralteten Bezeichnungen Halb-Daunen, die zum Teil noch in der Bettwaren-Industrie üblich sind. Daune, die z.B. als Gänsedaune bezeichnet wird, darf laut Norm (nationale,europäische und internationale sind z.Zeit noch leicht unterschiedlich) im Moment bis zu 25% Fremd-Anteile z.B. von Enten enthalten. Das wird (insbesondere bei China-Ware) nicht immer so genau genommen. Die Bezeichnung reine Daune darf (z.B. in Österreich) nur bei einer 95/5er Mischung verwendet werden.
Daunen-Qualität - Fillpower/Loft:
Der Loft oder die Bauschfähigkeit (Fill Power, kurz FP genannt) wird mit leicht unterschiedlichen Methoden ermittelt. Das Ergebnis, etwa FP 700 cuin (Fillpower 700 cubic inch) für 1 Unze Daune bedeutet, dass eben eine Unze unter dem Druck eines Normgewichtes ein Volumen von 700 cubic inch hat. Nachdem sich die Bezeichnung cuin durchgesetzt hat werden auch anders ermittelte Werte (mit anderen Mengen) auf cuin umgerechnet. Dennoch gibt es drastische Unterschiede zwischen amerikanischen und europäischen Werten. In letzter Zeit findet eine Art inflationärer Loft-Wettbewerb statt, zunehmend werben Firmen mit FP-Werten um 800 oder gar höher. Natürlich gibt es sowas, gemessen wurden auch schon mal 900+. Ob aber solche Qualitäten auch in der für Schlafsäcke benötigten Menge (immerhin über 1Kg pro Winterschlafsack) garantiert werden können bzw. verfügbar sind bleibt Glaubenssache. Bei einer Messtoleranz von min.5% ergibt 800 FP eben auch "nur noch" 760. Wäscht man frische Daune zu sehr aus, verliert sie jeglichen Restfettanteil, der Loft wird messtechnisch zwar grösser, die Langzeitstabilität allerdings nimmt ab. Ausserdem muss man dann chem.Fette zusetzen (Aversin, Nocar) damit ein Minimal-Schutz vorhanden ist. Der natürliche Restfettgehalt hingegen kommt der Elastizität und dem natürlichen Feuchtigkeits-Schutz zugute.
Daunen-Qualität - Anwendung:
Im Bekleidungs- und da insbesondere im Outdoor-Bereich sind Mischungen ab 60/40 gebräuchlich, Qualitätsware beginnt aber erst bei 80/20. Wobei eine gute 80/20er Gänsedaune wiederum besser sein kann als etwa eine 90/10er von Enten, das Alter der Tiere ist entscheidend. Das Mischungsverhältnis alleine sagt nicht viel aus. Das macht nur Sinn in Kombination mit der Fillpower-Angabe, entscheidend ist letztlich der Loft, und zwar nicht der unter Messbedingungen mit einer Einzelprobe erzielte, sonder das, was davon im Normalgebrauch unter realen Bedingungen übrig bleibt. Gemessen wird ja bei 21 Grad und 65% Luftfeuchte, ein nicht unbedingt gebrauchs-nahes Verfahren. Da der überwiegende Teil aller Daunen-Artikel in Fernost hergestellt wird darf es nicht verwundern, wenn die zusammengepresste Ware nach langem Transport gerade noch die Hälfte des ursprünglichen Lofts aufweist. Da solche Dinge kaum nachprüfbar sind bleibt der Erwerb von Daunenartikeln immer Vertrauens-Sache.
Daunen-Qualität - Eider-Daune aus Island/Grönland/Kanada:
Hier lebt und brütet die unter Naturschutz stehende Eider-Ente. Lateinisch : Somateria Molissima = die mit dem molligsten Körper.
Daunen-Qualität - Eider-Daune - Besonderheit:
Die Eiderente zupft sich aus dem Brustgefieder Daunen zum Nestbau. Bei den dortigen Windverhältnissen muss das Nest sicher vor Verblasung sein. Die Ente bzw. ihre Daunen sind dem angepasst und unterscheiden sich grundsätzlich von allen anderen dadurch, dass die feinen Härchen am Ende gekrümmt sind und hakenähnlichen Aufbau besitzen. Zudem setzt das Tier beim Nestbau offenbar noch ein Sekret zu das diesen Effekt unterstützt. Daher das eher "Endlos-Watte"-Verhalten wenn man sie anfasst und zieht. Man kann das selbst in einem Bettwaren-Fachgeschäft, das diese Qualitäten führt, testen: Ein Griff in eine normale Daunen-Mischung fördert etwa soviel zutage wie man mit der Hand erfasst, ungefähr wie Wattebällchen. Eiderdaune hingegen verhakt und man zieht viel mehr heraus, etwa so wie bei Endlos-Watte. Das enorme Klettverhalten der Eiderdaune ist der entscheidende Grund für die bedeutend höhere Wärmeleistung imVergleich zu anderen Daunensorten. Wenn man eine Traube Eiderdaune auseinanderrupft gibt es ein Geräusch wie bei einem Klettverschluss, nur etwas leiser. Die Daune kann deshalb nicht verrutschen und speichert dadurch wesentlich mehr Luft als andere Daunen, es gibt keine Kältebrücken ueber die Waerme entweichen könnte. Allerdings ist sie wegen des Klettverhaltens sehr aufwendig in der Verarbeitung. Einblasen in Schlafsack-Kammern wie bei normaler Daune ist nicht möglich, die Daune muss während der Verarbeitung von Hand eingelegt werden. Eine Loftmessung ist wegen des Klettverhaltens auch nicht aussagefähig.
Daunen-Qualität - Eider-Daune - Gewinnung:
Eiderenten brüten bevorzugt an der Küste in der Nähe menschlicher Siedlungen da sie dort etwas besser z.B. vor Polarfüchsen geschützt sind. Nach Brutende wird der innere Nest-Teil gesammelt und vorsichtig von äusseren Verschmutzungen gereinigt.
Daunen-Qualität - Eider-Daune - Aufbereitung:
Die penibelste Reinigung findet man bei Eiderdaune aus Kanada. Die Daunen kommen zunächst auf eine Art Sieb und werden dort geklopft. Gering entwickelte Daune, Sand und gröbere Verunreinigungen fallen hindurch. Dann kommt die Daune in kleineren Trauben auf Tische und wird dort per Hand von verwobenenen Fremdbestandteilen, wie Gras, Federn etc., befreit. Zum Schluss wird die Daune im Dämpfer sterilisiert. Auf diese Weise erhält man die natürlichste Daunenqualität, praktisch im Originalzustand. Die Isländer gehen dabei etwas anders vor. Sie haben eigene Maschinen entwickelt, die die Daune von Fremdbestandteilen befreien sollen.
Informationen
- Download derzeit nicht verfügbar...
- Download derzeit nicht verfügbar...
Fliegfix Outdoormesse 2012
Österreichs grösster Seekajak-, Faltboot- und Luftboottest sowie Wildnis-, und Expeditionszeltausstellung! Vom 11.-13. Mai 2012. mehr
1. LICHTBILD-GIPFEL Ennstal
Vortragsfestival - Wettbewerb der Kurzvorträge. Vom 11.-12. Mai 2012. mehr
360° Panorama vom K2 und den Lagern in der Umgebung
Unser Freund Raimund Reiter hat im Karakorum rund um den K2 einige Panoramen für uns aufgenommen. Diese haben wir zu einer virtuellen Tour zusammengestellt. mehr
Fliegfix Scandium Zeltgestänge
Carbon: Leichter und fester!
Scandium: Super steif bei gleichem Gewicht! mehr
- Kontakt & Service
- Preise, Rabatte
- Bestellmöglichkeiten
- Sonderbestellungen
- Bezahlmöglichkeiten

sowie Rechnung, Lastschrift, Vorkasse, Nachnahme- Per Kreditkarte
(Mastercard und Visa) schnell und bequem innerhalb von Sekunden bezahlen - Per Paypal
Sie benötigen ein eigenes Paypal Konto, ist eine sehr sichere Zahlungsmöglichkeit - Lastschriftverfahren
Wir ziehen nach Versand den von Ihnen genehmigten Betrag ein. Sollten Sie nicht zufrieden sein können die den Einzug im Nachhinein stornieren. - Per Vorauskasse
Sobald die Zahlung per Überweisung bei uns eingegangen ist, liefern wir Ihre Bestellung aus. - Per Nachnahme
Sofortige Auslieferung, Bezahlung bei Paketübernahme - Per EPS
Sie bezahlen aus ihrem bekannten Onlinebankingsystem schnell und sicher per Online-Überweisung (nur Österreich) - Per Giropay
Sie bezahlen aus ihrem bekannten Onlinebankingsystem schnell und sicher per Online-Überweisung (nur Deutschland) - Per Rechnung
Ware wird per Rechnung zugeschickt und diese ist sofort nach Erhalt ohne Abzüge fällig
- Per Kreditkarte
- Sicherheit, Datenschutz
- Rund um den Versand
- Details zum Rückgabe- und Rücktrittsrecht
- Reklamationen










